Tschüss Bürgerbühnenfestival – Hallo Schillertage

Luft zum Durchatmen war nicht wirklich da – der nahtlose Übergang vom 2. Bürgerbühnenfestival, einem deutsch-europäischen Theatertreffen, und den 18. Internationalen Schillertagen hat leider auch dazu geführt, dass wir unseren Blog etwas vernachlässigt haben. Aber das ist jetzt vorbei!

Wir haben ein junges Team motivierter “Schillerboys” und “Schillergirls” – wie wir unser Festivalteam der Schillertage seit Jahren liebevoll nennen – die dem Blog wieder aufmischen werden! Man darf gespannt sein!!!

Damit das 2. Bürgerbühnenfestival noch etwas besprochen wird, liefern wir weinige Impressionen und Geschichten nach. Denn es war – nicht zuletzt dank der großartigen Unterstützung Aller (besonders natürlich unseres Clubs der Mouseclicker und Face-to-Face-Blicker) – ein ganz wunderbares Festival!

Zu Beginn unser offizielles Resümee:

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Pflaster treten

(…..oder Guerillas in Mannheim)

Bevor das Volk auf den Bühnen des Nationaltheaters Mannheim zum 2.Bürgerbühnenfestival auftreten kann, trat das Volk das Pflaster. Auf den Straßen, die die Welt bedeuten.
stempel_pflaster
stempel_christianeUnd am Samstag hieß es: Hinaus, hinaus!
stempel_herausDas Geräuschorchester der Mannheimer Bürgerbühne auf dem Weg zum Bürgerlauf, mit gefüllten Luftballons.
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Filme im Quadrat

Mannheim ist ja eine geplante Stadt und im Kern in Quadrate eingeteilt und von A-Q auch so statt Straßennamen benannt. Herr Schiller steht z.B. in B2 auf seinem Sockel, dort wo einst das erste Nationaltheater stand, sein erster Verleger Schwan wohnte in H2,2 und Mozart begegnete seiner späteren Frau bei den Webers in M1,10. So heißt Mannheims kommunales Kino eben „Cinema Quadrat“, knapp neben den Quadraten, unweit des Theaters in der Collini-Straße 1 gelegen. Aber Mannheim ist da ja flexibel, die neue Schillerbühne baute man ja auch am Goetheplatz. :) Dem 2. Bürgerbühnenfestival zur Ehre und Kooperation zeigt das Kino drei Filme. Ich persönlich würde gerne alle 3 ansehen. Vielleicht schaffe ich es bis zum 22.-25.3. einen Klon herzustellen, damit ich gleichzeitig im Kino und im Theater sein könnte. Aber Sie haben es ja gut und können hingehen! Here we goe:

Die große Passion

„Der Film zeigt das Leben hinter der Schauseite des Bibelspektakels in Oberammergau im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst, Provinz und großer Welt, Gott und Menschen.“
Zur Filmwebsite geht es hier.

Und noch zwei Filme: Weiterlesen

Der Mensch gegen die Schublade

Wer kennt sie nicht, die guten alten Schubladen, in die wir uns gegenseitig gerne mal einordnen? Dieser Vorgang, Menschen nach ihrem Äußeren, ihrem Geschlecht, Beruf usw. einzuteilen und vor allem zu beurteilen, geschieht meist so automatisch, dass uns die Folgen selbst kaum bewusst sind. Aber was, wenn sich die Schublade wehrt? Wie reagiert man auf die Konfrontation mit den eigenen Vorurteilen und die Provokation einer direkten Reaktion von der Bühne aus?

Das 2. Bürgerbühnenfestival bietet mit gleich zwei Inszenierungen die Möglichkeit, sich diesen Fragen zu widmen. In Männer, einem Tanztheater des Jungen Theater Basel, stellen sich sieben junge Männer der Frage nach der Bedeutung von Männlichkeit in unterschiedlichsten Kontexten. Spannend dürften dabei nicht nur die Antworten sein, die im Stück gegeben werden, sondern auch die Form des Theaters. Fast ausschließlich durch Körper in (Tanz-) Bewegung findet dieses „Ringen um Männlichkeit“ seinen Ausdruck auf der Bühne und verspricht geballte Manpower.

Seid ehrlich, was war euer erster Gedanke, als ich auf die Bühne kam?

"Dicke Frauen", Theater über Körperbilder, heißes medium:polylux

“Dicke Frauen”, Theater über Körperbilder, heißes medium:polylux ©Andreas Hartmann

Dicke Frauen von heißes medium:polylux begegnet dem Schubladendenken auch von der anderen Seite aus. Hier berichten sieben Frauen „weit entfernt von Konfektionsgröße 38“ von ihren Erlebnissen und Sichtweisen. Sie gehen aber gleichzeitig offen mit weit verbreiteten Vorurteilen um und erzählen, was diese für sie bedeuten. Die direkte Konfrontation der Zuschauer mit ihren (vielleicht auch unbewussten) Gedanken verspricht hier ebenfalls einen besonders spannenden und lehrreichen Theaterabend.

Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, beide Inszenierungen beim Festival zu erleben und das eigene Weltbild mal wieder zu hinterfragen. Man kann dabei nur gewinnen!!

Beide Vorstellungen sind aktuell ausverkauft. Es gibt aber aufgrund der hohen Nachfrage eine Zusatzvorstellung von Dicke Frauen am Donnerstag, 26. März um 18.00 Uhr im Studio. Schnell die letzten Karten sichern, und zwar hier!

Johanna Hosenfeld