Talking ’bout my generation

Die Generation Y tanzte die Who, die das damals in Woodstock … aber das ist die Geschichte einer anderen Generation. Wobei gleich klar wird: Die Generation Y kann auf zich Jahre Pop-Geschichte zugreifen und ja, das tut sie halt auch. Ist doch normal.

…also – los, schreiben wir Geschichten, die wir später erzäh’ln.

Steht so im Programmflyer.

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Es gibt für alles einen Tag. Auch die Theaterpädagogik hat einen. Und zu was hat das Nationaltheater eine Bürgerbühne? Natürlich ist es dabei. Theatercommunity oder so.
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Meine Erforschung der Bürgerbühnenwelt geht weiter. Ein (Spiel-) Club. Also Leute, die sich treffen, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen und es theatralisch umzusetzen. Keine Bürgerbühnenproduktion als verkaufte Abendunterhaltung, sondern Selbstreflexion und spielerische Umsetzung. Für sich und mit Abschlussdrama für ein auserwähltes Publikum. Auf einer Schillerbühne, der Probebühne B, treppenumtost und normalerweise fürs Volk verschlossen und jetzt hieß es „Auftritt Volk!“.

Das scheint allen Beteiligten sehr viel gegeben zu haben. Das Suchen und reflektieren von Szenarien, die Umsetzung in Text und in Szenen. Angeleitet von den Profis des Theaters und das merkt man.
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Bild: Vom FB-Account des Schnawwl. Live von der Premierenfeier “Zaubermühle”.

Natürlich feiern auch die Bürger! Beim 2. Bürgerbühnenfestival. Es muss ja nicht immer Burger sein! Gleich zu Beginn! Nach dem Auftritt des famosen Geräuschorchesters am 20.03.15 ist die Eröffnungsparty im Theatercafé, ab 22:00. Ich hege ja die Hoffnung, dass da einige ihre Instrumente mitbringen und spontan noch ein wenig die Rasseln und Bleche tanzen lassen. Aber Global Beat ist ja auch da! “Elektronisches DJ-Set von Steffen Dix mit Live-Percussion von Peter Hinz – spannt den Bogen von Latin bis Balkan Beat.” Und alle so: “Yeah”.

Wie überhaupt fast jeden Tag ein World-Café im Theatercafé stattfindet mit den Machern & Schauspielern. Einfach ins Programm schauen.

Und noch zwei Partys … Weiterlesen

Auf der Suche nach der Grinsekatze

Alice

„Ein Kind zu werden, ist wörtlich gemeint. Alles so seltsam zu finden, dass einen nichts überrascht; herzlos zu sein, skrupellos zu sein, aber auch so leidenschaftlich, dass die kleinste Gemeinheit die Welt in Düsternis hüllt.“

Virginia Woolf

Dieser Satz hat mich unglaublich beeindruckt, als ich mir die ersten Informationen zu dem Theaterstück Alice vom Jungen DT, welches am Sa. den 21.03. im Rahmen des 2. Bürgerbühnenfestivals in Mannheim aufgeführt wird, durchgelesen habe. Mich persönlich fasziniert diese Inszenierung sehr, weil das allseits bekannte und geliebte, märchenhafte Abendteuer von Alice im Wunderland (Nachzulesen beim Projekt Gutenberg DE) mal ganz anders betrachtet wird. Sie haben es auf den Kopf gestellt, hin und her gedreht und am Ende kam eine Sichtweise heraus, die einen jeden Zuschauer, besonders Erwachsene, in das befremdliche Paralleluniversum der Kindheit entführt.

Das Theaterstück verspricht den erwachsenen Blick, der geradezu liebevoll und melancholisch auf die arglosen Tage der Kindheit schaut, erst zu spiegeln, dann jedoch zu irritieren. Es weint einen Tränensee, verwandelt sich in ein hässliches Baby und dann wieder in ein hübsches Schwein, verführt im Garten der sprechenden Blumen, spielt despotisch ohne Regeln und fragt immer und immer wieder: „Wer bist du, du Monster?“.   Meiner Meinung nach ist diese Art ein solches Märchen zu sehen etwas sehr Besonderes und ich freue mich herauszufinden, wie die Regisseurin Nora Schlocker diese Idee umgesetzt hat. Abgesehen davon finde ich es sehr spannend, dass diese Produktion für Erwachsene vorgesehen ist und dennoch auschließlich von Kindern, bzw. Jugendlichen gespielt wird.

Also unbedingt reingehen und nach der Grinsekatze Ausschau halten!

Presse 10

“Alice” nach Lewis Carroll, Junges DT, Deutsches Theater Berlin

 

Die Kunst Theaterkunst zu bewerten

1., 2. oder 3. Platz – fertig? So einfach wie beim Hochsprung zum Beispiel ist die Beurteilung von Kunst nicht, denn der Erfolg von Theater hängt von so komplexen Zusammenhängen ab, dass man nicht einfach eine Messlatte anlegen kann. Anlässlich des 2. Bürgerbühnenfestivals hat sich eine Jury aus theaterbegeisterten Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, zusammengefunden und bereiten sich seit dem 21. November 2014 darauf vor gemeinsam „Theatermesslatten“ für das 2. Bürgerbühnenfestival zu entwickeln.

Die 21-jährige Lennie und der 41-jährige Alexander haben sich bereit erklärt, auf meine neugierigen Fragen zu antworten.

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Lernen, das Geräusch zu adeln

Mit dem Mannheimer Geräuschorchester # 1  feierte die Bürgerbühne am Nationaltheater Mannheim in der letzten Spielzeit eine besondere Premiere. Unter der künstlerischen Leitung von Johannes Gaudet und Anselm Dalferth erarbeiteten 100 Mannheimer Bürger in Workshops eine Musiktheaterperformance auf der Grundlage von Edgar Allan Poes Die Maske des roten Todes (zum Nachlesen auf Deutsch im Projekt Gutenberg DE).

In 10 Workshops experimentierten sechs Gruppen mit der Klangvielfalt von Alltagsgegenständen und erzeugten atmosphärische Musikbausteine, die schließlich mit dem Text, interpretiert von Schnawwl- Schauspieler Uwe Topmann, zu einem szenischen Konzert verwoben wurden. Man darf staunen, welche musikalischen Möglichkeiten alte Tonbandgeräte, Papier, Bleche, Dachlatten, Siebe und vieles mehr in sich bergen. Im Interview erzählt Johannes Gaudet von der Idee und der Arbeit am Geräuschorchester # 1.

Johannes Gaudet - Dramaturg und Musiktheaterpädagoge Junge Oper Mannheim

Johannes Gaudet – Dramaturg und Musiktheaterpädagoge Junge Oper Mannheim

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